Höhenangst überwinden Geistig bouldern

Bouldern und Höhenangst in einem Satz, ist das möglich? Ja natürlich. Ich selbst kann eine schöne Aussicht von einem Berg oder einem hohen Gebäude genießen. Während des Toppropens habe ich volles Vertrauen, dass ich richtig gesichert bin. Ich hüpfe sogar gerne runter (wenn du mit einer Kletterroute fertig bist). Vorausgesetzt, ich bin an etwas gebunden: ein Seil, hinter einem Fenster, einem Zaun oder so etwas. Sicher, es geht um Adrenalin und Aufregung, aber das ist ein Teil des Spaßes.

Und doch kann ich mich – vor Jahren – an einen Felsbrocken der Stufe 4 erinnern, vor dem ich Höhenangst hatte. Ich muss schon ein paar Bouldersessions gehabt haben, da ich den Übergang von Level 3 zu 4 machen wollte. Ich musste nur den letzten Griff bekommen. Aber ich wagte es nicht. Ich war nur 3 Meter über dem Boden und musste einfach aufstehen und meinen Arm strecken.

Ein Freund hat das Gegenteil. Am Rand eines hohen Gebäudes oder eines oberen Seils zu stehen, ist ein No-Go. Es gibt kein Vertrauen in diese sicheren Aspekte (soweit es sicher ist). Aber Bouldern ist in Ordnung. Weil Sie sich bewegen, sind Sie verantwortlich. Weil Sie „nur“ maximal 5 Meter vom Boden fallen.

Und selbst verantwortlich zu sein, macht mir Angst (e). Weil Sie sich auch dafür entscheiden können, das Risiko nicht einzugehen. Dann haben Sie keinen Felsbrocken bestiegen.

Jetzt kann ich sicher einen dynamischen Pass aus 4 Metern Höhe versuchen (nicht immer). Was hat geholfen?

  • Wissen, wie man sicher fällt. Sie können dies bewusst auf der Matte üben, von einem Meter hoch, zwei Meter hoch usw. Wenn Sie plötzlich fallen, wird sich Ihr Körper an diese sichere Bewegung erinnern.
  • Viel Bouldern. Indem Sie es einfach tun, bauen Sie Kraft in Ihren Fingern, Armen und dem Rest Ihres Körpers auf. Das gibt Ihnen mehr Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten. Sie werden sich an die Höhe gewöhnen. Geistiges Bouldern ist genauso angenehm wie Gehen.
  • Ausbildung. Zusätzlich zu Ihren Bouldersitzungen können Sie auch Übungen machen. Wie Fingertraining (nicht für Anfänger), Klimmzüge, Liegestütze. Oder Dehnübungen, damit Sie beim Bouldern schön und flexibel sind.
  • Technik verbessern. Es gibt viel Lesematerial und Videos dazu. Sie können aber auch einen Kurs belegen oder erfahrene Boulderer beobachten.

Dies ist kein ultimativer Leitfaden zur Überwindung Ihrer Höhenangst. Wenn Sie die Liste durchgehen, kommt es auf eines an: Tun Sie es einfach.

Und vielleicht hilft es zu wissen, dass jeder seine eigenen Ängste hat.

Höhenangst überwinden Geistig bouldern